Ebenso wie das Herrenhaus und seine Nebengebäude steht der sechs Hektar große Park unter Denkmalschutz. Der Rest eines mittelalterlichen Burggrabens zeugt für eine Jahrhunderte zurückreichende Gutsgeschichte, die mit einer Wasserburg und dem 'Raubritter' Hans von Scharfenberg begann. Dem Park in heutiger Gestaltung ging ein mit Wasserläufen durchzogener Barockgarten voraus, dessen letzte Spuren von Fachleuten noch heute erkennbar sind.
Die große Zeit des Klassizismus ging auch am Herrensitz Niendorf nicht spurlos vorbei. Das spätbarocke Langhaus erhielt durch einen neuen Mitteltrakt mit Festsaal und Frontispiz klassische Kontur, der Park wurde weit ausgedehnt und im Stil der Zeit zum englischen Landschaftsgarten "umfrisiert". Das Ganze fand etwa zwischen 1820 und 1830 statt. Seitdem hat sich die "dressierte Natur" des Parks üppig entfaltet, integrierte uralte Eichen kämpfen wacker ums Überleben in drängender Nachbarschaft von vierzig Meter hohen Buchen, Erlen und Akazien. Das einst reiche Wegesystem ist in den ärmeren Zeiten nach dem letzten Krieg auf das Wesentliche reduziert worden - zu Rundwegen entlang den Parkwiesen und Parkgewässern und fast immer mit dem Blick auf die würdige Parkfront des Herrenhauses mit säulengetragener Holzveranda. Prägend wie 300 jährige Eichen und eine zu einzigartiger Höhe aufragende Lärche sind die wohl kurz vor 1900 angelegten Rhododendron-Anlagen nahe dem Haus und hinter dem romantischen Parksee.
Der abgetrennte Teil des Teichs ist zum Baden ausgebaut worden, Liegewiesen rahmen ihn und bieten Raum zum Erholen, Feiern und für kulturelle Events.